Das richtige Nierendiätfutter für Katzen

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Katze isst Nierendiät Nassfutter
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Leider gehört die Nierenerkrankung CNE zu den häufigsten Krankheiten bei älteren Katzen, sogar über die Hälfte aller Katzen hat Probleme mit den Nieren. Jede dritte Katze leidet sogar an chronischen Nierenproblemen. Hier handelt es sich also um ein sehr verbreitetes Problem und um keine seltene Erkrankung, die nur wenige Tiere betrifft. Das schlechte Futter ist eine der Hauptursachen und ausschlaggebend dafür, wie schwerwiegend die Erkrankung verläuft. Katzen mit Nierenerkrankungen müssen auf eine spezielle Nierendiätfutter gesetzt werden.

Niereninsuffizienz und Nierenversagen

Worte, die uns natürlich nicht fremd sind, und uns aufhorchen lassen. Und das aus gutem Grund, denn unbehandelt enden diese Erkrankungen tödlich. Bei einer Niereninsuffizienz handelt es sich gleichermaßen um die chronische Nierenerkrankung CNE, wobei beide Begrifflichkeiten bekannt sind. Die Insuffizienz beschreibt eine Unzulänglichkeit oder Unfähigkeit. Das bedeutet, dass die Niere der Katze zwar noch ihre Aufgaben erfüllt, diese aber nicht mehr zu 100 Prozent. Man kann an dieser Stelle auch von einer Nierenschwäche sprechen, einige Tierärzte werden auch generell Nierenversagen dazu sagen, wenn sich die Insuffizienz bereits im Endstadium befindet.

Info: Ab einem gewissen Grad wird der Tierarzt die Empfehlung aussprechen, das Tier einzuschläfern. Immerhin leiden die Tiere auch Schmerzen, trocknen innerlich aus und fressen nicht mehr.

Was bedeutet das für meine Katze?

Nierendiät Trockenfutter für Katzen
9dream studio / Shutterstock.com

Die Nieren und die Leber der Katze sind die wichtigsten Entgiftungsorgane, welche Abfallprodukte aus dem Stoffwechsel ausscheiden. Ähnlich ist es auch mit den Nieren und der Leber des Menschen. Die Entgiftung passiert in der Regel über den Urin, teilweise natürlich auch über den Kot. Entsprechend in diesem Zusammenhang ist die Wichtigkeit dieser Organe erkennbar, sodass man besser alles daran setzt, die Nieren bei Laune zu halten. Nicht entsorgte Abfallstoffe aus dem Körper sammeln sich in der Katze an und verursachen schwere Vergiftungen im Körper. Unbehandelt enden diese Vergiftungen tödlich, je nach Giftstoffe.

Weiterhin führt die Nierenschwäche zu einem Ungleichgewicht des Wasser- und Salzhaushaltes. Hier sei erwähnenswert, dass die Katze sehr schnell austrocknen kann. Gleichzeitig wird die Katze versuchen diese Verluste an Flüssigkeit wieder auszugleichen. Probleme mit den Nieren erkennt man daher auch sehr schnell am verstärkten Trinkverhalten der Katze. Auch die Hormone geraten aus der Balance, woran die Blutbildung oder die Magen- und Darmgesundheit hängen. Sogar der Stoffwechsel des Knochenbaus ist beeinträchtigt, wenn die Nieren nicht mehr richtig arbeiten.

Ja, eine Nierenerkrankung muss in jedem Fall ernst genommen werden. Unbehandelt stirbt die Katze daran. Zu unterscheiden ist natürlich auch die chronische und akute Form der Nierenschwäche. In beiden Fällen bedarf es spezielles Nierenfutter für Katzen. In akuten Fällen ist der Gang zum Tierarzt unerlässlich.

Daran ist eine chronische Niereninsuffizienz bei Katzen zu erkennen:

  • Antriebslosigkeit, müde und schlapp
  • Gewichtsverlust, kein Appetit mehr
  • Die Katze trinkt enorm viel und muss über die Maßen häufig auf Toilette
  • Infektionskrankheiten wie etwa Katzenschnupfen oder Blasenentzündung
  • schlecht riechender Atem, gerötetes Zahnfleisch
  • glanzloses Fell, Schuppen auf dem Fell
  • Bluthochdruck
  • organische Verkalkungen

Welche Ursachen können genannt werden?

  • Medikamente
  • Pestizide, Herbizide oder Lösungsmittel
  • Schwermetalle
  • Frostschutzmittel
  • Liliengewächse
  • Infektionskrankheiten
  • angeborene Nierenerkrankungen
  • mangelnde Durchblutung der Nieren
  • Anreicherung giftiger Stoffe im Gewebe

Katzenfutter Nierendiät – warum ist das notwendig?

Diätfutter für Katzen ist natürlich immer teurer als herkömmliches Futter, wird aber die Lebensqualität der Katze erheblich verbessern. Generell gibt es auch die Möglichkeit, Nierenfutter selbst zu kochen. Gleichzeitig wird es das Überleben der Katze bedeuten, wenn das Futter umgestellt wird. Letzteres wurde bereits in diversen Studien nachgewiesen. In dieser war festzustellen, dass unbehandelte Niereninsuffizienzen mit einer 8-9-monatigen Überlebenszeit einhergingen. Tiere in tierärztlicher Behandlung konnten rund zwei Jahre länger leben. Wirklich alt werden Katzen mit einer solchen Schwäche leider nicht mehr, es sei denn, die Erkrankung wurde in einem sehr frühen Stadium erkannt und direkt entgegengesteuert.

Das Nierenfutter entlastet die Nieren, welche stark überfordert mit ihrer Aufgabe die Giftstoffe zu filtern sind. Das bedeutet, dass durch das Futter weniger Stoffwechselprodukte im Körper verbleiben. Auch ist im Nierendiätfutter weit mehr Vitamine enthalten, welche im herkömmlichen Futter nicht in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt werden.

Was steckt im Nierendiätfutter für Katzen?

Eigentlich steckt im Nierendiätfutter genau das, was in jedem Katzenfutter stecken sollte. Da es das aber wohl aus Kostengründen nicht tut, erkranken viele Katzen an Niereninsuffizienzen. Darüber hinaus steckt im Nierenfutter sehr gut verdauliches Eiweiß und Proteine, genau abgestimmt auf die Bedürfnisse erkrankter Katzen. Der erhöhte Eiweißbedarf ist auf den hohen Eiweißverlust über den Urin zurückzuführen. Wichtig ist allerdings, dass das Tier hochwertige Eiweiße bekommt. Andernfalls würden diese die Situation verschlimmern, da minderwertige Eiweiße wiederum nur sehr schlecht verarbeitet werden können.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil im Nierenfutter für Katzen ist die Energie. Katzen mit Nierenschwächen haben einen sehr hohen Bedarf an Energie. Da Katzen mit derartigen Erkrankungen nur sehr wenig fressen, ist schon die doppelte Menge an Energie im Diätfutter enthalten. Sehr wichtig ist auch der verringerte Gehalt an Phosphorgehalt, welcher das Fortschreiten der Erkrankung fördert. Kann dieser Gehalt kontrolliert werden, so verlangsamt sich auch der Verlauf der Krankheit. Ebenso weniger enthalten ist Kochsalz, um den Blutdruck nicht enorm hoch zu halten. Sehr viele hochwertige Nierenfutter Sorten beinhalten außerdem hochwertige und entzündungshemmende Stoffe, wie beispielsweise Omega-3-Fettsäuren.

Meine Katze frisst das Nierenfutter nicht – was tun?

Mit einer Niereninsuffizienz geht oft ein chronischer Appetitmangel einher und die Katze verweigert immer mehr das Futter. Wichtig ist allerdings, dass die Katze trotzdem frisst, was mit ein wenig Geduld und Ausdauer einhergehen muss. Herkömmliches und gewohntes Futter sind absolut Tabu, auch wenn die Katze auf stur schaltet. Was kann man also tun, wenn die Katze das neue Nierendiätfutter verweigert?

  • Zeit geben und etwa 3-4 Wochen Schonfrist gewähren
  • Katzenfutter erwärmen, um die Aromen des Futters zu aktivieren
  • Kleine Mengen Leckerli beimischen, welche die Nieren nicht belasten
  • appetitanregende Nahrungsergänzungsmittel beimengen
  • häufiger kleine Mengen anbieten
  • verschiedene Geschmacksrichtungen probieren und mit Trocken- und Nassfutter variieren
  • Trockenfutter gut anfeuchten und Feuchtfutter beimengen
  • Elektrolytlösungen geben bei völliger Verweigerung des Futters
  • regelmäßige Vorstellung beim Tierarzt
  • Gewichtskontrollen vornehmen

Tatsächlich kann es während der Futterumstellung zu Durchfällen bei der Katze kommen. Das ist häufig den ballaststoffreichen Teilen im Futter für Nierenkranke geschuldet. Auch diverse zusätzliche Medikamente und ein allgemeines Unwohlsein führen zu Durchfällen. Länger anhaltende Durchfälle sollten aber auf jeden Fall medizinisch abgeklärt werden. Auch ist es möglich, dass die Katze erbricht. Das liegt an der Übelkeit, welche dem langsamen Nierenversagen geschuldet ist. Auch ist es natürlich möglich, dass diverse Inhalte nicht vertragen werden. Dann sollte ein neues Futter mit dem Tierarzt gefunden werden.

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