Die Wohnungskatze – Zuhause ist es doch am Schönsten!

0
113
Katze schläft auf dem Stuhl
Africa Studio / Shutterstock.com

Katzen, welche den Freigang nie kennengelernt haben, können sich in ihrer Wohnung rundum wohlfühlen. Aus einer Freigängerkatze eine reine Wohnungskatze zu machen ist hingegen schwierig. Theoretisch kommt es aber auch gar nicht darauf an, viel wichtiger ist die Haltung der Wohnungskatze. Auch eine Freigängerkatze kann unglücklich sein, wenn seine Besitzer sich nicht richtig verhalten und das Tier draußen sich selbst überlassen. Auch gibt es viele Katzenrassen, die generell keinen solch großen Drang in die Freiheit verspüren. Andererseits gibt es auch Katzen, die so gar nicht in der Wohnung bleiben möchten.

Gute Gründe für die reine Wohnungshaltung

Das Leben auf der Straße ist gefährlich – auch für Katzen! Denn hier lauern ziemlich viele Gefahren für das Tier. Statistisch betrachtet leben Wohnungskatzen länger als Freigänger, was wohl den vielen Unfällen mit Todesfolge geschuldet ist. Wer sein Tier liebt, der kann seiner Katze auch innerhalb der Wohnung viel bieten. Und tatsächlich gibt es viele gute Gründe, sich gegen einen Freigang zu entscheiden.

Beispielsweise dann, wenn es die Umgebung der Wohnung schlichtweg nicht zulässt. Viele Häuser, wenige Gärten und vielbefahrene Straßen machen das Leben der Katze schwer und vor allem gefährlich. Muss die Katze sogar eine Straße überqueren, um überhaupt ins Grüne zu gelangen, so ist es nur eine Frage der Zeit, ehe das Tier überfahren wird. Eine Wohnungshaltung macht an dieser Stelle ziemlich viel Sinn.

Darüber hinaus gibt es auch viele natürliche Feinde, die das Leben der Katze gefährden können. Füchse, größere Hunde, Raubvögel und viele andere Tiere jagen Katzen und würden diese auch töten. Wer also beispielsweise an einem Wald wohnt, der geht jenes Risiko mit dem Freigang ein. Auch sind einige Wälder bekannt für viel Jagdaktivität, sodass auch hier stets eine Gefahr besteht.

Katzenhasser gibt es leider überall. Wer jedoch schon weiß, dass die Nachbarschaft nicht gut auf Katzen zu sprechen ist, der sollte seinen Vierbeiner nicht in dessen Gärten herum streunen lassen. Immer noch lassen es sich viele nicht nehmen, wissentlich Gift zu verstreuen, an denen das Tier stirbt.

Süße Wohnungskatze schläft im Körbchen
Alena Ozerova / Shutterstock.com

Generell sollte auch an die Gefahr durch Artgenossen gedacht werden, vor allem wenn man neu an einen Ort zieht oder sich eine Katze zulegt, die sich in dieser Umgebung noch nicht eingefunden. So können es Neuankömmlinge schnell mit den einheimischen Katern zu tun bekommen. Revierkämpfe enden unter Katzen oftmals ziemlich übel und mit schlimmen Verletzungen. Dies kann sogar in diversen Schwanzamputationen enden, wobei diese Kämpfe manchmal sogar tödlich enden.

Kann ich eine Wohnungskatze alleine halten?

Theoretisch kann man eine Wohnungskatze alleine halten, vorausgesetzt, das Tier ist für die Einzelhaltung geeignet. Die meisten Katzen lieben das Zusammenleben mit anderen Tieren, wobei es nicht immer eine zweite Katze sein muss. Generell muss man jedoch darauf achten, dass die Tiere gut zusammenpassen. Einige Rassen sind von Natur aus aktiver und verspielter, während andere eher die Ruhe und Erholung bevorzugen. Hier könnte es zu Reibereien kommen, da sich die Charaktere der Vierbeiner zu sehr unterscheiden. Wer nur eine Katze halten möchte, der muss darauf achten, dass das Tier ausreichend Beschäftigung erhält. So muss man die Katze manchmal selbst zum Spielen animieren, ihr Denkspiele zur Verfügung stellen und gegebenenfalls etwas trainieren. Dies ist ungemein wichtig, andernfalls kann es zu einer desozialisierung kommen. Und nicht nur das, unterforderte Katzen zeigen oftmals auch depressives Verhalten und vereinsamen, trauern und werden träge, müde, verweigern das Fressen und können sogar sterben.

Wer also eine Einzelhaltung in Betracht zieht, der sollte folgendes berücksichtigen und einplanen:

  • Katzenspielzeug immer wieder wechseln und interessant machen
  • zusammen mit der Katze spielen oder trainieren
  • Denkaufgaben stellen
  • Bewegung verschaffen, vor allem durch inszenierte Jagdspiele (Katz & Maus)
  • Klettermöglichkeiten für Katzen in der Wohnung schaffen

Die reine Wohnungskatze – ist das überhaupt artgerecht?

Kitten spielt mit der Frau
Vika Hova / Shutterstock.com

Wie immer kommt es auf die Haltung und die Bedingungen an. Wer täglich 8 oder mehr Stunden das Haus und damit die Katze verlässt, der wird seinem Tier nichts Gutes dabei tun. Immerhin ist die Katze hier mehrere Stunden auf sich allein gestellt. Viele beginnen dabei, Dinge kaputt zu machen oder aus Protest in die Betten zu pinkeln. Atypische Verhaltensweisen sind nicht selten bei vernachlässigten Katzen. Dem Menschen gegenüber zeigen sie sich dann oftmals schnell abweisend oder gar aggressiv, verfallen in eine allgemein schlechte Laune oder Depression. Diese Katzen beginnen dann, sich selbst nicht mehr zu putzen, manche verweigern Futter oder gar Leckerlies.

8 Richtlinien zur Haltung von Wohnungskatzen.

Wer hingegen gar nicht oder nur selten das Haus verlässt und mehrere Stunden pro Tag Zeit mitbringt, der kann sein Tier durchaus gut alleine beschäftigen. Fangspiele und Denkspiele zusammen mit der Katze fordern und machen Spaß. Diese Aktivitäten können schließlich auch mit der Fellpflege und ausreichend Kuscheleinheiten kombiniert werden. Wer später feststellt, dass er diese Zeit nicht mehr aufbringen kann, der kann an eine zweite Wohnungskatze denken.

Die Gesundheit von Katzen in Wohnungshaltung

Katzen in Wohnungshaltung haben andere Probleme als Katzen im Freigang. Letzteren fehlt es beispielsweise kaum an Bewegung, wobei diese auch weniger Probleme mit ihrer Verdauung haben, vor allem mit Verstopfungen. Wohnungskatzen werden schnell faul und entwickeln ein ungesundes Fressverhalten. Sie beginnen, aus Langweile zu fressen, was einige Katzenrassen schnell verfetten lässt. Bei Katzen generell ist dies relativ gefährlich, denn Übergewicht endet nicht selten auch tödlich. Sogar jede zweite Wohnungskatze ist übergewichtig, was festhalten lässt, dass man besonders gut auf die Ernährung der Katze achten muss.

Was Impfungen und Entwurmungen betrifft, so kann man es bei der Wohnungskatze langsamer angehen lassen. Da sie nicht mit Bakterien und Parasiten aus der Natur in Berührung kommt, braucht es auch keinen übermäßigen Schutz. Am besten fragt man hier seinen Tierarzt um Rat, welcher die geeigneten und notwendigen Schutzimpfungen verpasst.

Wichtig für Wohnungstiere ist die ausreichende Bewegung. Tierbesitzer müssen stets für Klettermöglichkeiten sorgen und faule Katzen zum Spielen animieren. Auch ausreichend Trinkmöglichkeiten müssen zur Verfügung stehen, denn viele werden auch dafür zu träge. Wasserbrunnen wecken bei trinkfaulen Tieren oft das Interesse am Trinken. Der Vorteil: Die Fellpflege ist oft einfacher als bei Freigängern, denn das Fell kommt nicht mit Staub oder Schmutz in Berührung. Dennoch kann die Fellpflege anstrengend sein, wenn sich das Tier im Fellwechsel befindet. Denn dann streift die Katze ihr verlorenes Fell nicht an Gräsern und Bäumen ab, sondern an Teppichen und Sofas.


Wie hat dir der Artikel gefallen?

5/53 ratings

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here