Katzen Augenpflege richtig gemacht

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Katzeaugen werden bei Tierarzt untersucht.
Milles Studio / Shutterstock.com

Das Eindrucksvollste und Schönste an einer Katze sind wohl ihre Augen und damit das auch so bleibt, bedarf es manchmal einer gewissen Pflege. Im Grunde genommen ist es aber ganz einfach, denn anders als bei der Fell- oder Zahnpflege einer Katze, muss an den Augen nur etwas gemacht werden, wenn die Katze ein Problem hat oder man stolzer Besitzer einer Perserkatze ist, doch dazu später mehr. Ansonsten schaffen unsere Vierbeiner das in der Regel selbst. Denn mithilfe ihrer Tränenflüssigkeit und der ausgiebigen Körperpflege, die sie an den Tag legen, werden Fremdkörper herausgespült und verfestigte Tränenflüssigkeit sammelt sich in den Augenwinkeln, sodass sie diese selbst mit der Pfote entfernen können. Sollte es aber doch mal dazu kommen, dass es einer Handlung bedarf, gibt es ein paar einfache Maßnahmen und Tipps, die einem die Katzen Augenpflege erleichtern.

Was gibt es bei der Katzen Augenpflege zu beachten?

Auch wenn es, wie bereits erwähnt, im Normalfall keinen Grund gibt, die Augen einer Katze zu pflegen oder zu behandeln, darf ein Kontrollblick einmal die Woche nicht fehlen. Die Augen einer gesunden Katze weisen keinen trüben Schleier auf und das dritte Augenlid (Nickhaut) darf im wachen Zustand nicht zu sehen sein. Besitzer einer Langhaarkatze müssen außerdem darauf achten, dass das Fell an den Augen nicht zu lang ist und somit die Augen reizen könnte. Manchmal kommt es aber, wie bei uns Menschen auch, vor, dass man eine Katze besitzt, welche nicht so viel Wert darauf legt ihre Augen sauber zu halten. Und in diesem Fall nimmt man einfach ein feuchtes Wattestäbchen oder ein Taschentuch, das nicht fusselt, und wischt die Ablagerungen von innen nach außen weg. Sollte es allerdings auffällig viel sein, was sich bildet und unsicherheit kommt auf, sollte man vorsichtshalber lieber von einem Arzt abklären, ob die Katze nicht an einer chronischen Erkrankung leidet.

Gereizte Augen, was sind die häufigsten Symptome und deren Ursachen?

Katze bekommt Augentropfen bei Tierarzt.
M. A. Arkhipov / Shutterstock.com

Das Gute an den großen Augen unserer Katzen ist, dass man eigentlich gleich erkennen kann, wenn etwas nicht stimmt. Eine gesunde Katze hat einen klaren Blick, während das Fell um die Augen herum nicht verklebt und sauber ist. Sollte es allerdings der Fall sein, dass eine Katze Symptome wie häufiges Blinzeln, Schwellung, Rötung, Krusten oder verklebte Augen aufweist, sind das im Normalfall Anzeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist. Doch auch die sogenannte Tränenrinne, die der Nase entlang nach unten verläuft, kann ein Anzeichen für ein Problem sein. Ursachen für diese Symptome gibt es viele:

  • Verletzung (Kampf, Sträucher, Spiel)
  • Erkrankungen (Katzenschnupfen, Erkältung, Leukose, Grüner Star)
  • Infektionen (Virus, Pilz, Parasiten, Bakterien)
  • Allergien
  • Umwelteinflüsse (Luftzug, Fremdkörper, Haare/Wimpern)

Doch auch die Tränenflüssigkeit spielt bei Untersuchung eine große Rolle. Denn Farbe und Konsistenz können auch hier wichtige Informationen liefern:

  • Klar und flüssig: häufig bei, Windzug, Allergien, blockierte Tränenkanäle oder eine Hornhauterkrankung.
  • Fest/eitrig: häufig bei, Bindehautentzündung, Infektion durch Pilz, Parasit, Virus oder Bakterien.
  • Rötlich/blutig: häufig durch Verletzungen. Allerdings kann es gerade bei Katzen mit hellem Fell sein, dass die Tränenflüssigkeit durch Schmutz rötlich wirkt.
  • Bräunlich: vermehrt bei Perserkatzen, da das Nasensekret durch die flache Nase nicht richtig ablaufen kann und daher durch die Augen austritt.

Bindehautentzündung erkennen und richtig behandeln

Eine Bindehautentzündung ist in der Regel die Art von Augenproblemen, die bei Katzen am häufigsten auftritt. Sie entsteht durch Fremdkörper, Viren oder Bakterien und wie wir von uns selbst wissen, ist das nichts, was man als angenehm bezeichnen würde und bedarf deshalb auch umgehend einer Behandlung.
Die Symptome sind hierbei eindeutig:

  • Rötung
  • Schwellung
  • Stark tränendes Auge
  • Weißlich oder gelblich verfärbtes Tränensekret
  • Häufiges Blinzeln und zusammenkneifen der Augen
  • Häufiges, über das Gesicht Streichen mit der Pfote

Sollten einige dieser Symptome bei Ihrer Katze zu erkennen sein, bleibt ein Besuch beim Tierarzt nicht aus. Denn um dieses Problem behandeln zu können, muss man herausfinden, was die Ursache für die Entzündung ist, um die Katze dann medikamentös richtig einzustellen. In den meisten Fällen jedoch wird Antibiotikum verschrieben und eventuell eine Salbe oder Tropfen.

Richtiger Umgang mit den Augen einer Perserkatze

Perserkatzen sind bekannt durch ihr sehr flaches Gesicht und die ausgeprägten Augen.

Und je nach Herkunft sind diese Merkmale mehr oder weniger stark ausgeprägt. Glücklicherweise verzichten gute Züchter heutzutage darauf, diese typischen Merkmale durch Überzüchtung zu sehr auszuprägen. Denn je auffälliger diese Kennzeichnungen sind, umso mehr leiden die armen Tiere unter den typischen gesundheitlichen Folgen. Und das liegt ganz einfach daran, dass die Augen aufgrund ihrer signifikanten Größe und Wölbung nicht gut genug gegen Infektionen und andere Umwelteinflüsse geschützt sind.

Deshalb ist es sehr wichtig aufmerksam zu sein und die Katzen Augenpflege nicht zu vernachlässigen. Allerdings sollte man vorsichtig damit sein, was man seiner Katze verabreicht und wie man es macht, da das Auge sehr empfindlich ist, und man den Zustand schnell verschlechtern oder das Auge verletzen kann. Ein Besuch beim Tierarzt, um alles abzuklären, kann in einem solchen Fall also nie schaden. Doch davon abgesehen gibt es ein paar allgemeine Tipps, um mit dem Tränen der Augen zu verfahren:

  • Verfärbungen und Krusten unter den Augen: Wie diese dunklen Krusten oder Verfärbungen entstehen, haben wir bereits abgeklärt. Und um diese zu entfernen, nimmt man einfach täglich ein angefeuchtetes, fusselfreies Tuch und wischen den Schmutz vom Auge zur Nase hin weg, während festsitzende Krusten vorsichtig abgekratzt werden können.
  • Gewöhnung: Sollten man das Glück haben, eine Babykatze zu besitzen, ist es wichtig diese von Anfang an, so zu gewöhnen, dass ihr die Berührung am Auge nichts ausmacht. Am Besten macht man das indem man der Katze immer wieder mal über die Augen streichelt und sie dann dafür belohnt.
  • Vorsicht ist besser als Nachsicht: Dadurch, dass die typischen Symptome, die eine Augenpflege hervorrufen, bei einer Perserkatze recht schnell auftreten, ist es sehr wichtig, dass man diese nicht auf die leichte Schulter nimmt. Unbehandelte Fälle können ansonsten schwerwiegende Folgen haben und bis zum Erblinden führen.

Wann mit der Katze zum Tierarzt?

Tierarzt untersucht Katzenaugen .
Denys Kurbatov / Shutterstock.com

All diese Informationen zum Thema Katzen Augenpflege, sind auf keinen Fall dazu da, selbst eine Diagnose zu stellen und ersetzen auch nicht den Gang zum Tierarzt. Wie bereits erwähnt ist es immer besser einmal zu viel beim Tierarzt gewesen zu sein, als einmal zu wenig. Und besondere Vorsicht sollte vor allem dann geboten sein, wenn das Tier bereits Symptome wie Fieber aufweist, da dies ein klares Zeichen dafür ist, dass der Körper gegen Viren oder Bakterien ankämpft. Allerdings kommt es oft auch vor, dass eine Katze sich beim Spielen oder Jagen leicht verletzt hat, was dann aber relativ schnell wieder vergeht. Wichtig ist aber vor allem, das Verhalten und den Zustand Ihrer Katze zu beobachten und die Situation richtig einzuschätzen. Sollten sich die Symptome innerhalb kürzester Zeit verschlimmern und nicht abklingen, ist es auf jeden Fall ratsam, einen Tierarzt aufzusuchen.

Allgemeine Tipps und Hausmittel für die Katzen Augenpflege

Wie oben bereits erwähnt, kann es vorkommen, dass eine Katze durch Spielerei, Jagen, Fremdkörper, Luftzug etc. ein tränendes Auge hat, welches sie häufiger zukneift als normal. Um jetzt aber herauszufinden, ob das Auge ernste Probleme hat oder nicht, gibt es eine einfache Methode. Man zieht einfach das untere Lid nach unten und schaut sich die Schleimhäute an. Diese sollten nicht gerötet, sondern zartrosa sein. Ist das der Fall, ist es erst mal nichts Ernstes. Allerdings sollte beobachtet werden, ob sich dieser Zustand verändert.

Außerdem kann man seiner Katze mit einem einfachen Hausmittel ein wenig dabei helfen, sich wieder zu erholen. Und zwar mit einem Euphrasia- (auch Augentrost) oder einem Käsepappeltee. Dazu kocht man den Tee einfach wie üblich auf und lässt ihn dann abkühlen, bis er lauwarm ist. Jetzt kann man einfach mit einem Mulltupfer oder einem sauberen Tuch, das nicht fusselt die betroffene Stelle abtupfen, wobei der lauwarme Tee lindernd wirkt und Entzündungen vorbeugt.

Wichtig: In manchen Foren und Artikeln liest man immer wieder davon, für die Katzen Augenpflege Kamillentee zu verwenden. Davon rate ich allerdings schwerstens ab, denn Kamille verfügt über kleinste Härchen, die sich im Tee befinden und die Augen reizen. So kommt es nicht selten vor, dass eine Reizung durch den Kamillentee sogar verschlimmert wird.

Weiterführende Informationen:


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