Heilige Birma – Eine asiatische Legende

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Verschmuste Heilige Birma Katze.
Borkin Vadim / Shutterstock.com

Ein wunderschönes Tier mit eisblauen Augen und samtig weichem Fell. Die Heilige Birma ist eine ganz besondere Art der Katzenfamilie und beeindruckt nicht nur durch ihr aussehen. Sie gilt als die „goldene Mitte“ zwischen Siam und Perserkatze, da sie das anhänglich, menschenbezogene von der Siam hat und das sanftmütig, ruhige Wesen von der Perser. Doch auch ihre Intelligenz und die freundliche Art lassen Herzen höher schlagen. Wie dem auch sei die Heilige Birma gehört auf jeden Fall zu der Sorte Katze, die das Herz ihres Besitzers in null Komma nichts erobern wird. Denn spätestens dann, wenn man mit den großen, blauen Kulleraugen und einem schiefen Kopf angeguckt wird, ist es um fast jeden geschehen.
Heilige Birma Steckbrief

KatzenartRassekatze mit halblangem bis langem Fell
Herkunft / UrsprungFrankreich
Gewicht und Größe3-6 kg, Kopf- Rumpflänge ca. 50 cm
Aussehen, Augen- und FellfarbeFarbe unterschiedlich, halblanges bis langes Fell, im Gesicht halblang, was dann in eine länge Halskrause übergeht. Augen Eisblau.
Charaktereigenschaften

Aktivitäten:

Verspieltheit:

Anhänglichkeit:

Für Kinder geeignet:

andere Haustiere:

Bewegungsdrang:

Pflegeaufwand:

Krankheiten/Anfälligkeiten:

 

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Kosten/PreisKitten aus einer guten zugelassenen Zucht ab circa 600 Euro
Lebenserwartung20 Jahre im Schnitt
Besonderheiten / Aufwand intensivere Fellpflege, ansonsten kein besonderer Aufwand

Heilige Birma – Herkunft und Geschichte

Zur Geschichte der heiligen Katze wird oft auf eine Legende zurückgegriffen, die dafür verantwortlich ist, dass die heilige Birma den Namen trägt, den sie heute trägt.

Es heißt, dass vor langer Zeit ein burmesischer Priester mit seinen Mönchen in einem Tempel lebte, in dem sie die Göttin der Seelenumwandlung anbeteten, welche Saphirblaue Augen hatte und den Glauben vermittelte, jeder gläubige Mönch würde nach dem Tod in einem Tier weiterleben. Dieser Priester hatte einen Kater mit gelben Augen und hellem Fell, welches über ein paar dunkle stellen an Ohren, Pfoten, Nase und Schwanz verfügte. Wobei die dunkle Farbe als unrein galt. Als die Mönche eines Tages von Feinden aus Siam angegriffen wurden, starb der hohe Priester plötzlich und die Mönche waren führerlos. Doch dann geschah es. Die Katze sprang auf die Leiche des Priesters, saß sich auf seinen Kopf und in diesem Moment ging seine Seele in die Katze über. Die Katze schaute der Göttin tief in die Augen, als sich plötzlich die Fellfarbe in ein goldgelb verwandelte und die Augen in einem leuchtenden Saphirblau erstrahlten. Die Pfoten der Katze, die immer noch den hohen Priester berührten, verfärbten sich allerdings in einem Weiß, welches die Reinheit seiner Seele widerspiegeln sollte.

Soviel zur Entstehung der Heiligen Birma Katze der Legende nach. In Wahrheit kommt die Katze aus Frankreich und wurde dort erstmals im 20. Jahrhundert gezüchtet. Bis sie in Frankreich dann allerdings wirklich als Rasse anerkannt und zugelassen war, dauerte es bis 1925. In England war es das Jahr 1966 und in den USA 1967. Man geht davon aus, dass bei der Züchtung sowohl die Siam als auch die Perserkatze beteiligt waren, allerdings ist das nicht zu 100% bewiesen.

Heilige Birma Charakter und Eigenschaften

  • Verspielt
  • Freundlich
  • Zutraulich
  • intelligent
  • Sehr sozial
Heilige Birma Kater mit Schwarz-Blauen Augen.
Borkin Vadim / Shutterstock.com

Die HB ist ein absolut zutraulich und liebesbedürftiges Tier, welches sehr an seinem Menschen hängt. Wer also auf der Suche nach einer Seelenkatze ist, der wird bei der heiligen Birma fündig. Sie ist immer gerne mitten im Geschehen, während sie ihrem Besitzer auf Schritt und Tritt folgt. Und auch für Kinder ist sie ideal denn sie gehört nicht zu der Rasse Katzen, die schnell ihre Krallen ausfahren. Nicht mal dann, wenn sie sich unwohl fühlt oder es darum geht, sich zu verteidigen. Deshalb ist es wichtige immer ein Auge auf das sensible Tier zu haben und darauf zu achten, dass sorgsam mit ihm umgegangen wird. Ein Vor- und Nachteil ist auch, dass die heilige Birma Fremden gegenüber ebenfalls sehr zutraulich ist, was einerseits schön ist, wenn man Besuch bekommt, andererseits aber von Nachteil sein kann, wenn die Katze alleine draußen ist. Was bei der Heiligen Birma allerdings sehr wichtig ist, ist darauf zu achten, dass sie nicht viel alleine ist. Denn das mögen sie gar nicht. Und selbst wenn man viel zuhause ist und Zeit aufwendet, sollte man in Erwägung ziehen der Katze einen Spielpartner zuzulegen, der genauso verspielt und liebesbedürftig ist, wie sie selbst. Das weiß man vorher natürlich nie aber wenn es noch mal dieselbe Rasse ist, kann in der Regel nichts schief gehen.

Das zeichnet die heilige Birma aus – Aussehen

  • Runder Kopf mit abgerundeten Ohren und Wangen
  • Ausgeprägtes Kinn
  • Große saphirblaue Augen
  • Halblanges Fell
  • Mittellange Nase

Jede Birma Katze  ist mit dunklen Zeichnungen an Schnauze, Ohren, Schwanz und Beinen gekennzeichnet, welche sie zu einer Pointkatze machen. Der Rest des Fells ist eierschalenfarben mit einem leichten Goldschimmer auf dem Rücken, wobei aber die strahlend blauen Augen ihr Markenzeichen sind. Sie ist mittelgroß mit kräftigen Beinen und der Körper ist etwas länger als der von anderen Katzen. Das Schöne, abgesehen von den Augen, ist aber das längere, samtweiche Fell, welches viel Pflege bedarf und daher regelmäßig gebürstet werden sollte. Allerdings ist die Fell Pflege bei einer heiligen Birma Katze um einiges leichter als bei einer Perser, da sie nicht über die dicke Unterwolle verfügt. Richtig majestätisch wird es allerdings, wenn die Katze im Winter an Fell zulegt und somit eine tolle Halskrause bekommt, die sich über den ganzen Halsbereich erstreckt. Witzigerweise ist es bei Birma Katzen sogar so, dass viele ihre volle Fellpracht erst dann ganz zutage tragen, wenn die Katze bzw. der Kater kastriert wurde. Man nennt das auch „Kastratenfell“.

Heilige Birma Haltung

Süßes Heilige Birma Kitten mit Blauen Augen.
Borkin Vadim / Shutterstock.com

Aufgrund ihres freundlichen und sozialen Wesens eignet sich die heilige Birma perfekt als Familienkatze. Denn selbst wenn es ihnen mal zu viel wird, würden sie nicht die Krallen ausfahren, um ihrem Besitzer zu schaden. Lieber ziehen sie sich dann auf ihren Lieblingsplatz zurück. Deshalb ist es wichtig, dass man einer heiligen Birma auch in einer kleinen Wohnung die Möglichkeit gibt, sich an einem Ort zurückzuziehen, wo sie völlig ungestört sein kann. Eine kleine Höhle oder ein Kratzbaum reichen da schon völlig aus. Des Weiteren ist sie sehr verspielt und intelligent, weshalb förderndes Spielzeug nicht fehlen darf, damit der Katze nicht langweilig wird. Um aber sicherzugehen, dass der Katze wirklich nicht langweilig wird, sollte man sich, wie bereits erwähnt, überlegen, ob man sich nicht eine zweite Katze zulegt, um zu verhindern, dass die Katze einsam wird. Und das kann bei einer heiligen Birma Katze schnell passieren.

Bei der Ernährung ist es so, dass die heilige Birma gerne dazu neigt wählerisch zu sein und gerade bei Hauskatzen ist es wichtig auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, da diese keine Vögel, Mäuse oder Ähnliches fressen. Wichtig ist, dass die Katze genug:

  • Proteine
  • Kohlenhydrate
  • Vitamine
  • Taurin
  • Mineralien
  • Und Spurenelemente bekommt.

Und um das zu Gewährleisten und so wenig Konservierungsstoffe und andere Zusätze wie möglich zu füttern sollte eine „Barf“ Ernährung in Erwägung gezogen werden. Denn so kann man immer sicher sein, was drinnen ist.

Fazit und Dinge, die vorher klar sein müssen

Alles in allem ist die Heilige Birma eigentlich also die perfekte Katze und bereichert die ganze Familie, schon die kleinen Heilige Birma Kitten. Wer aber wenig Zeit hat und viel unterwegs ist, sollte sich gut überlegen, ob er sich dieses sensible Wesen zulegen will oder vielleicht nicht doch eine andere Rasse. Denn auch wenn sie im Grunde genommen pflegeleicht sind, sollten sie nicht oft alleine gelassen werden. Außerdem gibt es noch ein paar Fragen, die man sich stellen sollte bevor man sich eine Katze zulegt:

  • Bin ich bereit mich umfassend über das Thema Katze zu informieren?
  • Gibt es in meiner Familie Allergiker?
  • Bin ich mir der Kosten bewusst die jährlich auf mich zukommen werden?
  • Gibt es jemanden, der auf das Tier aufpassen kann, wenn ich mal nicht da bin?
  • Bin ich mir darüber im Klaren, dass ich diese Katze bis zu 20 Jahre haben werde?
  • Habe ich die Geduld mich einer Katzer anzunehmen und sie gegebenenfalls zu erziehen?
  • Werden meine anderen Tiere (falls vorhanden) ein neues Mitglied akzeptieren?

Diese Fragen sollte sich jeder zukünftige Katzenbesitzer stellen, bevor er sich dazu entscheidet, ein neues Familienmitglied in seine Reihen zu nehmen. Und wenn diese Fragen geklärt sind, sollte dem Kauf und dem Zusammenleben nichts mehr im Wege stehen.

Weiterführende Informationen:


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