Main Coon – sanfte Riesen als Familienmitglied

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Wunderschöner Main Coon Kater liegt auf dem Bordstein
eZeePics / Shutterstock.com
Main Coon Steckbrief
KatzenartLang- und Mittelhaarkatzen
Herkunft / UrsprungUSA Nordosten
Gewicht und GrößeGrößte Hauskatze Europas
Aussehen, Augen- und FellfarbeMehrfarbig, buschiges Fell, wuchtiger Schwanz, große Augen, Fellbüschel Ohren und Pfoten
Charaktereigenschaften

Aktivitäten:

Verspieltheit:

Anhänglichkeit:

Für Kinder geeignet:

andere Haustiere:

Bewegungsdrang:

Pflegeaufwand:

Krankheiten/Anfälligkeiten:

 

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Kosten/PreisKitten ab circa 500 Euro , benötigt monatlich etwas mehr Futter, regelmäßiges Bürsten
Lebenserwartung13 Jahre im Schnitt
Besonderheiten / AufwandLeicht intensivere Fellpflege, kein besonderer Aufwand

Allgemeine Rassebeschreibung Main Coon – Herkunft und Geschichte

Main Coon Katzen zählen inzwischen zu den beliebtesten Katzenrassen in Deutschland. Und das ist auch kein Wunder, denn die freundlich dreinblickenden, flauschigen Kuschelkatzen haben allerhand Vorzüge. Ursprünglich stammen die MC aber aus den USA, auch wenn sie hierzulande für allgemeine Begeisterung unter Katzenliebhabern sorgen. Genauer gesagt stammt sie aus dem Nordosten von Amerika, wo sie die älteste einheimische Katzenrasse ist. MC gehören zu den Langhaar Katzenrassen, 1861 wurden sie erstmals in Geschichtsbüchern erwähnt. Man vermutet, dass die große Katze zusammen mit damaligen Einwanderern in die USA kamen.

Tatsächlich können keine genauen Angaben zu Herkunft und Geschichte der MC gemacht werden, wilde Vermutungen und Annahmen überhäufen das Netz. Dementsprechend gibt es auch ein paar witzige Legenden rund um die große Wildkatze. Beispielsweise was den Namen „Main Coon“ anbelangt. So hält sich seither der Mythos, dass die Katze ihren Namen einem Waschbären zu verdanken habe. So sollen sich ehemalige Katzen mit Waschbären gepaart haben, was auf den buschigen Schwanz zurückzuführen wären. Danach sollen Hauskatzen mit Luchsen zusammen gewesen sein, weshalb die witzigen Härchen aus den Ohren entstanden wären. Diese Theorien sind allerdings ziemlich unwahrscheinlich, aber natürlich witzig.

Die Rasse war auch in Europa lange Zeit wie ausgestorben, Kurzhaarrassen waren modern und beliebt, ausschließlich Liebhaber hielten die Katzenrasse noch am Leben. Sie sorgten auch dafür, dass die Rasse wieder an Beliebtheit gewann. Leider gab es zu damaliger Zeit keine Zuchtkatzen mehr, weswegen man sich für Foudation-Tiere entschied, welche ähnliche Eigenschaften besaßen. So entstand die heute beliebte Katzenrasse MC, in den 70ern begann die Zucht, 1976 erkannte man die Rasse dann offiziell als Rassekatze an. Heute ist die MC die am häufigsten gehaltene Rassekatze und das können wir durchaus nachvollziehen.

Main Coon Mix sind generell eher unbeliebt, man bevorzugt eher die reinrassigen Formen. Auch bei der Anschaffung sollte man vorsichtig sein, um keine unpassenden Mischungen zu fördern.

Wesens- und Charaktereigenschaften

  • umgangssprachlich Riesenkatzen genannt
  • bekannt für ihre Wildheit
  • lieben den Menschen
  • Spätentwickler
  • sehr sozial verträglich
Main Coon Katze liegt auf dem Sofa
Dmitry A / Shutterstock.com

Hier handelt es sich nicht um kleine, unscheinbare Katzen, auch keine schwächlichen und gebrechlichen Vierbeiner. Die Rasse gehört vielmehr zu den größten Katzenrassen überhaupt. Der Main Coon Charakter ist nicht klar definiert, wobei sie auf der einen Seite ihre Wildheit bewahren konnten, andererseits aber Sanftmütigkeit beweisen. Darüber hinaus gelten sie als äußerst liebevoll und sehr intelligent, eine tolle Mischung für Familien und Rasseliebhaber. Die sanften Riesen lieben den Menschen, wissen ihn um den Finger zu wickeln und können sich leicht zum Spielen und Toben motivieren. Main Coon Kitten bleiben auch lange kleine Kinder, denn sie gehören zu den Spätentwicklern. So können schon mal die ersten fünf Jahre vergehen, ehe man von einer erwachsenen Katze sprechen kann.

Ihre Geselligkeit und Freundlichkeit spricht für sich, wobei es diese Rassen so gar nicht gerne haben, wenn sie komplett alleine sein müssen. Aus diesem Grund sind sie auch ziemlich sozial verträglich und können zusammen mit Hunden, kleinen Kindern oder anderen Katzen gehalten werden. Dabei kann es schon mal zu Eifersuchtsanfällen kommen, dann sind sie sehr anhänglich und aufmerksamkeitsfordernd.

Maine Coon Katze Rasseportrait | FRESSNAPF

Daran erkennt man die sanften Riesen – das Aussehen

  • breiter und bauschiger Schwanz
  • quadratische Kopfform, breite Schnauze
  • freundlicher Ausdruck
  • Haarbüschel an Ohren und Pfoten
  • weiches Fell

Viele Katzenliebhaber verlieben sich auch in das Aussehen der Langhaarkatzenrasse. Sie besitzen einen sehr großen, breiten und langen Schwanz. Dieser ist schön buschig und samtig weich. Der Kopf der beliebten Haus- und Hofkatze ist ziemlich lang, weniger breit, ein wenig Quadratisch. Auch die Schnauze ist relativ breit, was dem Gesicht einen eher freundlichen Ausdruck verleiht. Die Augen stehen etwas weiter auseinander, diese sind groß und eher ovalförmig. Die Ohren sind ebenfalls eher groß und breit, haben pinselförmige Haare an den Spitzen. Aus den Ohren ragen beidseitig buschige Ohrbüschel heraus.

Das Fell der Katze ist lang und dicht, gefühlt ist es aber sehr samtig und weich, perfekt zum Kuscheln. Sogar zwischen den Zehen zeigen sich die kleinen Büschel. Die Lang- und Mittelhaarkatzen haben mitunter das schönste Fell aller Rassekatzen. Eine sehr schöne Katzenrasse, die optisch sehr elegant und anmutig wirkt.

Verhalten und Sozialverhalten

  • sehr gesellig und verspielt
  • kindergeeignet
  • kurze Eingewöhnung
  • anpassungsfähig
  • verträglich mit anderen Haustieren
  • verspielt und lernwillig

MC sind gesellig, nicht gerne alleine und sehr verspielt. Die ersten fünf Jahre können sie sogar ziemlich wild und aufmüpfig sein, da sie während dieser Zeit noch in der Kinderphase stecken. Mit Kindern verstehen sich die besonderen Fellbündel jedoch super, wobei sie auch einiges abkönnen und nicht allzu empfindlich reagieren. Mit ihnen kann man viel Freude haben, muss sie jedoch auch wie alle anderen Katzenarten hin und wieder in Ruhe lassen.

Die Rasse selbst ist allgemein sehr verträglich mit anderen Katzen oder Hunden. Auch die Eingewöhnung dauert in der Regel nicht lange, da sich die große Katze schnell an ihr neues Zuhause gewöhnen. Auch Menschen können die Katzen schnell lieben lernen, Trennungen vertragen die liebevollen Charaktere nicht gut.

Main Coon Kitten – darauf ist zu achten

Main Coon Kitten sind am besten in ein neues Zuhause zu integrieren, weshalb sich der Kauf einer kleinen Katze oder einem kleinen Kater lohnt. Die Kitten gibt es allerdings meist nur vom Züchter direkt, wobei man meist eine große Auswahl zur Verfügung hat. MC Katzen können nämlich gleich beim ersten Wurf ziemlich viele Main Coon Kitten werfen, und das in sehr unterschiedlichen Farbkombinationen. Besonders toll ist es natürlich, wenn man zwei Kitten aus einem Wurf adoptieren kann. Denn die verstehen sich dann meist ein Leben lang.

Haltung und Pflege

  • robust und wenig krankheitsanfällig
  • lange Lebensdauer
  • Fellpflege benötigt etwas mehr Zeit
Schwarz-Weißer Main Coon Katze
Poylov Vladimir / Shutterstock.com

Diese Tiere gehören zu den sehr robusten und selten kranken Katzen. Dies liegt nicht zuletzt an der Herkunft der Katzen. Ja, die Main Coon sind echte Naturburschen, robust und widerstandsfähig. Leider sind auch die MC nicht frei von Erbkrankheiten. Generell besitzen die Rassekatzen aber eine durchschnittliche Lebenserwartung von dreizehn Jahren. Die meisten aber leben etwas länger und können bei sehr guter Haltung sogar bis zu 14 Jahre alt werden.

Was die Pflege anbelangt, so ist das Fell der Rasse nicht viel aufwändiger als das anderer Katzenrassen. Regelmäßiges Kämmen und Bürsten lässt das Fell glänzend wirken. Ab und an etwas Kokosöl ins Futter und den Rest erledigen die MC von alleine. Wie alle Katzen benötigen auch diese Rasse eine gute Fütterung aus Fleisch und Fisch, regelmäßige Impfungen und Tierarzt-Vorsorge-Untersuchungen.

Typische Krankheiten und Anfälligkeiten

Leider gibt es viele Erbkrankheiten dieser Katzenrasse, was die Lebenserwartung unter Umständen verkürzt. So gibt es beispielsweise Herzkrankheiten, die der Rasse häufiger zu schaffen machen können. Auch Gelenkprobleme an den Hüften oder Ellbogen sind typisch. Leider gibt es auch eine Erkrankung der Nervenzellen, die nicht selten bei dieser Rasse auftritt, darüber hinaus sind auch Nierenerkrankungen typisch.

Fragen und Antworten – Fazit

Welche Ernährung ist für die Main Coon am besten?

Generell sind die Rassen relativ unkompliziert was die Fütterung anbelangt, sie lieben herkömmliches Katzenfutter wie alle anderen Katzen auch. Allerdings sollte man beim Kauf von Katzenfutter auf den Vitamingehalt im Futter achten und auch die Nährstoffe dürfen nicht zu kurz kommen. Fertigfutter aus dem Handel kann hier schnell zu einer Unterversorgung führen und der Katze Probleme bereiten. Wichtig ist außerdem, dass die Rasse aufgrund ihres Gewichtes in der Regel mehr zu Fressen benötigt, als normale Katzen.

Was kosten Main Coon Kitten?

Wer sich eine Main Coon Katze zulegen möchte, der sollte sich an seriöse Züchter wenden. Abgegeben werden die Kitten mit etwa 13 Wochen, frühere Abgaben sind für die Beziehung nicht förderlich, sondern schädlich. Die Preise der Kitten variieren und gehen meist bei circa 500 Euro los. Wichtig bei der Abgabe sind der vollständige Impfschutz und Entwurmungen.

Sind MC eher Hauskatzen oder Freigänger?

Sowohl als auch, wobei sich hier die Meinungen weitgehend teilen. Aufgrund ihres Ursprungs könnte man annehmen, dass die Katze lieber draußen herumläuft. Inzwischen werden die Katzen jedoch gerne entwendet und mutwillig geklaut, weswegen man sie ausschließlich im Haus hält. Die Haltung ist aber recht unproblematisch, auch wenn die MC eine reine Hauskatze bleibt.

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