Savannah Katze – junge Exoten mit ganz viel Wildkatze

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Süße Savannah Kitten mit spitzen Ohren
Puffin's Pictures / Shutterstock.com
Savannah Katze Steckbrief
KatzenartKurzhaarkatze
Herkunft / UrsprungWildkatze
Gewicht und GrößeWeibl.: 6-7 Kilogramm; Männl.: 8-9 Kilogramm
Aussehen, Augen- und FellfarbeLange Beine, Hals und Schwanz, leoparden-ähnliches Muster, kleiner Kopf, große Ohren, Daumenabdruck auf der Rückseite.
Charaktereigenschaften

Aktivitäten:

Verspieltheit:

Anhänglichkeit:

Für Kinder geeignet:

andere Haustiere:

Bewegungsdrang:

Pflegeaufwand:

Krankheiten/Anfälligkeiten:

 

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Kosten/Preis1000 – 5000 Euro
Lebenserwartung12-14 Jahre
Besonderheiten / AufwandJe nach Generation sehr an der Wildkatze orientiert, benötigt viel Aufmerksamkeit ist aber pflegeleicht, keine Wohnungskatze, keine Anfängerkatze.

Geschichte und Herkunft

Die Savannah Katzen gehören zu den Hybridkatzen, was bedeutet, dass man ihre heutige Rasse aus mehreren Verpaarungen verschiedener Katzenarten heraus züchtete. Soll heißen, dass man die afrikanische Serval und die typische Hauskatze verpaarte, um die Savannah für die Tierhaltung herauszubekommen. Zu Beginn aller Züchtungen kreuzte man einen männlichen Serval und eine weibliche Siamkatze, die Nachkommen sind als Hybride zu bezeichnen.

Der Name „Savannah“ ist eigentlich kein ernstzunehmender Rassename, vielmehr ein Fantasieprodukt. Vielmehr gibt es über die Geschichte und Herkunft der Savannah nicht zu berichten, da es sich um eine relativ neuartige „Rasse“ handelt, die sich noch nicht allzu sehr in unseren Kreisen etablieren konnte. Genauer gesagt fand die erste Verpaarung erst 1980 statt, wo es Judy Frank in den USA erstmals gelang, einen Serval mit einer Siamkatze zu verpaaren.

Seit 2007 gilt diese Katzenrasse als eingetragene, anerkannte Katzenrasse. Es handelt sich hier also um eine sehr junge Rasse, die erst fünf Generationen Vorfahren besitzt. Dennoch ist die Rasse bereits um die komplette Welt herum beliebt und wird in einigen Ländern verehrt. In Australien und Neuseeland hingegen hat die Savannah jedoch Einreiseverbot. Eine Katze mit hohem Wildblutanteil eroberte tatsächlich unsere Herzen, kleine Riesen mit jeder Menge Charakter.

Das Aussehen der Savannah Katze

Savannah Kitten posiert für die Kamera.
Kolomenskaya Kseniya / Shutterstock.com

Das Ziel der Zucht war klar definiert. Man wünschte sich eine kleine Wildkatze, die dennoch für das Zusammenleben mit dem Menschen geeignet war. Dieses Ziel wurde mit dieser besonderen Rasse beinahe erreicht, denn noch heute ist die Rasse nicht für jeden Katzenliebhaber die richtige Wahl. Vom Aussehen her treffen wir auf eine sehr große, schlanke und sehr anmutig bewegende Katze. Sehr auffällig sind zugleich die großen schwarzen oder dunkelbraunen Flecken. Das Tier besitzt einen muskulösen Körper und hohe Beine, ebenso wie der Hals ziemlich lang erscheint. Darauf liegt der verhältnismäßig kleinere Kopf mit seinen auffälligen Ohren. Diese sollten wenn möglich einen hellen Wildfleck auf der Rückseite der Ohren haben, um als möglichst reinrassig zu gelten. Der Schwanz der Katze ist ziemlich kurz und unauffällig, sollte bestenfalls nicht weiter als das Sprunggelenk reichen.

Alles in allem handelt es sich hier um eine kleine Wildkatze, ein sehr schönes Tier, mit dem man sich einen gewissen Status ins Haus holt. Doch Vorsicht – wichtig ist, sich eine Katze nicht nur aufgrund des Aussehens ins Haus zu holen. So schön die Vorstellung einer kleinen Haus-Wildkatze auch ist, der Charakter der Savannah ist immer noch von einer gewissen Wildheit geprägt.

Savannah Katze Charakter

  • Temperamentvoll
  • Sehr aktiv
  • Äußerst selbstbewusst
  • Viel Beschäftigung und Freigang
  • Lernbereit und intelligent
  • Liebt Wasser

Das wohl ungewöhnlichste Charaktermerkmal für eine Katze überhaupt ist die große Vorliebe für Wasser. So kann es schon mal passieren, dass die Tiere mit ihrem Menschen in die Dusche oder Badewanne hüpft. Eine wirklich merkwürdige Vorstellung, die jedoch vom Menschen gerne gesehen wird. Ebenso unerwartet ist, dass diese Rasse durchaus bereit dafür ist, eine engere Bindung mit seinem Menschen einzugehen. So lieben es die Tiere, Tricks und Kunststücke beigebracht zu bekommen – einigen ist sogar das Apportieren beigebracht worden. Von diesen Eigenschaften ausgehend ist es auch nur typisch, dass die Katzen sehr viel Beschäftigung benötigen und Einsamkeit nicht lange erdulden. Wer sich diese Rasse ins Haus holt, der benötigt mindestens zwei Tiere, damit sich die intelligenten und sozialisierten Wesen nicht langweilen.

Wichtig ist es außerdem, die Rasse in ihrer Kommunikation zu verstehen. So gilt das Fauchen der Katze weniger als Zeichen der Aggression, sondern vielmehr als ein Ausdruck der Freude. Die Ohren werden dabei aufgestellt, ebenso wie sich das Fell aufrichtet. Savannah Katzen grüßen sich und den Menschen gegenseitig, bauen ein inniges Vertrauen und fordern dann ihre gewohnte Aufmerksamkeit. Bekommen sie diese nicht, vereinsamen die Tiere zeigen unter Umständen ihr wildes Inneres.

Savannahs lieben die Aufmerksamkeit und natürlich im Mittelpunkt des Geschehens zu stehen. Tun sie das nicht, so können sie schon mal aufdringlich werden. Beispielsweise dann, wenn man die Badezimmertür nicht abschließt und in Ruhe baden möchte. Schnell hat man hier Gesellschaft in der Wanne, die man eigentlich gar nicht wollte.

Savannah Katze Haltung

– Benötigt viel Aufmerksamkeit und Beschäftigung
– Je nach Generation F1-F5 auf Wildheitsgrad zu achten
– Großer Jagddrang und Bewegungsdrang

Ausgewachsene Savannah Katze in der Natur.
Jarry / Shutterstock.com

Je nach Filialgeneration unterscheiden sich auch die Ansprüche an Haltung und Pflege. Filialgeneration bedeuten die Entfernung und der Anteil der Wildkatze in der Hauskatze. So ist in der Filialgeneration F1 noch 50% Wildblutanteil enthalten, während F5 nur noch 3% enthält. Das bedeutet, dass Savannahs der Generation 1 noch am nächsten an der Elterngeneration dran sind. Dementsprechend orientiert sich auch der Aufwand der Haltung. Bei den ersten beiden Generationen ist es beispielsweise zwingend erforderlich, dass die Tiere Freigang erhalten. Ab der F3 reicht ein Balkon oder eine Terrasse, aber der F5 kann man eigentlich keinen Unterschied mehr zwischen einer Wild- und der heutigen Hauskatze ausmachen.

Die meisten von ihnen genießen aber die Freiheit, auch wenn sie eine innige Beziehung mit ihrem Menschen eingehen. Sehr ausgeprägt ist auch der Drang nach Bewegung und dem Jagen. Möglicherweise könnte dieses Verhalten mit den Nachbarn zu Ärger führen. Wichtig ist daher auch, für die Katzen geeignete Räumlichkeiten einzurichten. Das bedeutet, dass die Katzen Vögel oder Fische gerne jagen und dieses Verhalten auch nur extrem schwer abzutrainieren ist. Der Umgang mit Kindern und Hunden hingegen ist eher unkompliziert. Was die Ernährung betrifft, so sind die Katzenrassen eher anspruchsvoll, sodass es sein kann, dass die S. ausschließlich die Rohfütterung akzeptiert, auch BARFEN genannt.

Für die Haltung der Katze sollte man ausreichend Kletter- und Sprungmöglichkeiten schaffen, da die Tiere besonders gerne Klettern und herumspringen. Wertvolle Vasen oder Gegenstände aus Glas sind für eine Tierhaltung mit der kleinen Wildkatze eher ungeeignet.

Savannah Katze Pflege

  • Sehr pflegeleicht
  • Einmal pro Woche bürsten genügt
  • Badet gerne

Generell ist diese Rasse sehr pflegeleicht, was die Fellpflege betrifft. So genügt es der Kurzhaarkatze, einmal pro Woche gebürstet zu werden. Allerdings muss das Tier vorab gut daran gewöhnt werden, denn nicht alle lassen sich stundenlanges Bürsten ohne Widerrede gefallen. Dennoch ist der Zeitaufwand für die Pflege im Vergleich zu anderen Katzenrassen sehr gering. Typische Pflegeaufgaben für Katzen fallen auch für diese Rassen an.

Krankheitsanfälligkeiten

  • Keine Erbkrankheiten bekannt

Generell handelt es sich um eine sehr gesunde und lebensfreudige Katzenrasse, bei der typische Erbkrankheiten nicht bekannt sind. Lediglich bei den Impfungen sollte der Tierarzt darauf achten, ausschließlich den Totimpfstoff zu verwenden, da Lebendimpfstoffe nicht vertragen werden. Wer sich nicht sicher ist, der kann seinen Züchter vor den Impfungen fragen. Darüber hinaus haben sich Besitzer einer Wildkatze für eine sehr robuste Katze entschieden, die einen großen Genpool aufweisen.

Savannah Katze kaufen

Diese Katzenrasse darf auf keinen Fall nur wegen seiner Schönheit gekauft werden, vor allem die erste Generation ist ausgesprochen wild. Die zweite Generation besitzt zwar schon Züge der normalen Hauskatze, allerdings ist die Wildheit noch deutlich zu spüren. Wer sich eine Erstkatze kaufen möchte oder noch nicht allzu viel Erfahrung und Zeit mit der Katzenhaltung sammeln konnte, der sollte die Finger von dieser Rasse lassen oder ausschließlich nach der 4 und 5 Generation Ausschau halten.

Die Katzenrasse ist keine reine Wohnungskatze und für berufstätige Singles nicht geeignet. Nur wer wirklich seinen Lebensalltag mit der Katze kombinieren kann, sollte sich die savannischen Schönheiten ins Haus holen. Und das natürlich bestenfalls nicht alleine, da niemand seine Tiere rund um die Uhr oder mehrere Stunden täglich beschäftigen kann.
Preislich orientieren sich die Rassen zwischen 1000 und 5000 Euro, also kein Schnäppchen für den kleinen Geldbeutel. Die teuersten Tiere sind natürlich diejenigen, die der ersten Generation Wildkatze noch am nächsten sind. Unter 1000 Euro jedoch wird man kaum einen seriösen Kauf tätigen können. Wer eine reinrassige Katze bei einem Züchter kaufen möchte, der sollte unbedingt auf den Gesundheitszustand achten und auf mögliche Fehler:

  • Hellere Flecken als schwarz oder dunkelbraun
  • Vertikale Fleckenbildung
  • Gedrungener Körper
  • Zu kleine Ohren
  • Rosetten Zeichnung

Sollten diese Merkmale beim Kauf auffallen, so handelt es sich nicht um reinrassige Tiere und vom Kauf ist abzuraten.

Weiterführende Informationen:


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