Katzen die wenig haaren

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Katzen die wenig harren, alle Informationen im Überblick
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Wer keine Haare in der Wohnung oder an den Klamotten verträgt, der sollte sich besser keine Tiere zulegen oder aber auf Schildkrötenhaltung umsteigen. So würde man zumindest argumentieren, wenn man vernarrte Katzenbesitzer fragt, ob es denn schlimm ist mit den Haaren. Tatsächlich gibt es aber auch Katzenliebhaber, die aufgrund allergischer Reaktionen keine Katze halten können, die viele Haare verliert. Und was viele nicht wissen ist, dass nicht alle Katzenrassen viel Haar verlieren. So gibt es durchaus Katzen die wenig haaren und das Leben von Allergikern angenehmer machen. Aus diesem Grund möchten wir nachfolgend Katzen die wenig haare verlieren, vorstellen, sodass man sich vor dem Kauf einer Katze Gedanken zum Haarproblem machen kann.

Gibt es Katzen, die überhaupt kein Fell verlieren?

Abgesehen von der Nacktkatze eigentlich nicht, denn der Fellwechsel eines Tieres mit Haarkleid gehört einfach dazu. Wir können diesen unterstützen, ihn weniger schlimm aussehen lassen und mittels Futter und Pflege dabei helfen, dass der Fellwechsel kontrolliert abläuft. Aber komplett verhindern lässt er sich nicht. Auch kann man während einer Pflegestunde nie alle Haare vollständig entfernen, die gerade ausfallen. Man hat mit einer Katze also immer irgendwo Haare, sei es auf dem Lieblingsplatz, auf dem Sofa, an der Kleidung, auf dem Stuhl oder auf dem Teppich.

Ja, die Haare sind wirklich überall und vor allem Allergiker merken dies recht schnell. Auch neben dem Fellwechsel verlieren Katzen Haare und auch das ist komplett normal. Immerhin verliert auch der Mensch täglich Haar, was lediglich deshalb weniger auffällt, weil der Mensch nicht ansatzweise so viel davon auf dem Kopf trägt. Wer also nach einer Katze sucht, die überhaupt kein Fell verliert, den müssen wir enttäuschen. Es gibt sie nicht.

Welche Katzenrassen haaren weniger als andere?

Katzenhaare nach dem Bürsten
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Wer nun beispielsweise eine leichte Allergie gegen Katzenhaar hat oder generell nach einer Katze sucht, die pflegeleichter ist, der kann sich natürlich nach Rassen umsehen, die weniger Haar verlieren als andere. So gibt es durchaus Katzen, die von Allergikern gut vertragen werden und solche, die schon beim puren Anblick Niesanfälle verursachen. Trotzdem verlieren auch Katzen die wenig Fell verlieren Haare, auch wenn es vielleicht etwas weniger ist. Tägliches Bürsten und eine gute Pflege sind trotzdem notwendig, was vor allem dem Allergiker bewusst sein sollte.

Brauchen Katzen mit weniger Haaren auch weniger Pflege?

Eigentlich lieben auch Katzen, die wenig Haar verlieren, das Bürsten und streicheln mit dem Bürstenhandschuh. Immerhin lecken und pflegen sich die Tiere auch aufgrund sozialer Aspekte untereinander und nicht immer hat es etwas mit dem Fell zu tun. Wer also eine Katze mit wenig Haar kauft, der sollte trotzdem Pflege betreiben, auch wenn mit den ausgebürsteten Haaren im Anschluss keine Wollpullover gestrickt werden können.

Die Katzenhaarallergie

  • laufende Nase mit jucken oder brennen in den Schleimhäuten
  • gerötete Augenränder mit brennen oder jucken
  • Niesen und/oder Husten
  • geschwollene Schleimhäute
  • Gefühl, dass der Hals anschwillt
  • Juckreiz an Dekolté, Hals oder an anderen Körperstellen
  • Übelkeit, Erbrechen, Schwindel o.ä. bei starker Allergie

Es gibt inzwischen viele Menschen, welche auf Katzenhaare reagieren. Bei einigen äußert sich die Allergie mit heftigen Niesanfällen, einer laufenden Nase, geschwollenen Augen und Hautausschlägen. Oft reicht es schon, nur mit dem Tier in einem Raum zu sein. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass es oftmals nicht die Katzenhaare sind, auf die Mensch allergisch reagiert, sondern diverse Eiweiße im Speichel. Da sich die Katze das Fell mit ihrer Zunge putzt, werden diese Proteine auf dem Fell verteilt. Kommt der Mensch dann damit in Berührung, beispielsweise weil er auf dem gleichen Sofa sitzt wie die Katze, so kommt die Reaktion prompt.

Hypoallergene Katzen für Allergiker

Der Begriff Katzenhaarallergie ist also irgendwie falsch zu betrachten. Eine Katze die demnach weniger haart, verteilt weniger dieser Allergene und es kommt zu weniger Reaktionen. Wer gerne eine Katze hätte, der sollte nach hypoallergenen Katzen suchen. Diese produzieren außerdem weniger Proteine, wobei es nie eine Garantie für Allergiker gibt, nicht allergisch zu reagieren.

Liste aller Katzen, die wenig haaren:

Die Bengal

Das Fell der Bengal ist kurz und dicht und besonders pflegeleicht. Generell liebt sie den Freigang, als reine Wohnungskatze ist sie ohnehin nicht geeignet. Dies kommt Allergikern entgegen, da die Katze viel Fell im Freien verliert. Die schicken Bengal Katzen sind äußerst intelligent, aufgeweckt und gesellig, außerdem lieben sie es, Neues zu lernen.

Die Burma

Die thailändische Schönheit steckt voller Energie, ist neugierig und intelligent. Ihr Fell ist äußerst samtig und kurz. Leider ist sie nicht gerne alleine, mag aber auch Hunde oder Kinder. Dank der feinen Haarstruktur verliert sie eher weniger Fell.

Die Devon Rex

Das Fell der Devon Rex, einer eher unbekannten Katzenrasse, ist sehr kurz, trotzdem weich, gelockt und gewellt. Beinahe sehen die Devon Rex wie Kobolde aus, trotzdem sind sie extrem lieb und mögen das Spiel mit ihren Besitzern.

Die schöne Savannah

Die Savannah gehört ebenfalls zu den Kurzhaarrassen und verliert entsprechend wenig Fell. Für Allergiker ist die Tatsache, dass die Katze nicht wasserscheu ist, interessant. Den so geht die Katze im Sommer freiwillig Baden oder im Freien plantschen. Frisch gebadete Katzen lösen keine allergische Reaktionen aus.

Die German Rex

Die German Rex besitzt gelocktes bis gewelltes Fell und zählt auch zu den Kurzhaarkatzen. Das Fell fühlt sich sehr weich an und beim Streicheln fällt direkt auf, wie wenig das Tier Fell verliert. Nur selten sind Haare auf dem Platz der Katze zu sehen und auch der Fellwechsel fällt kaum auf. Perfekt für Allergiker.

Die Europäische Kurzhaarkatze

Die Europäische Kurzhaar zeichnet sich durch ihr kurzes und stoppeliges Fell aus und ist eine derjenigen Rassen, die nur selten Pflege brauchen. Die genügsamen Charaktere lieben die Zweisamkeiten mit dem Menschen, können aber auch passiv nebenher leben, beispielsweise auf einem Bauernhof, wo man sie häufig antrifft.

Die Siam

Auch die Siam, mit ihrem kurzen und feinen Fell, gehört zu den Rassen, die wenig Fell verlieren. Ihr Fell ist wunderschön und mit Abzeichen versehen. Gleichzeitig ist die Siam sehr schlank, anmutig, intelligent und pflegeleicht. Allergiker holen sich hier eine persönlichkeitsstarke Katze nach Hause, die ziemlich gesprächig ist.

Die Spnynx

Die kanadischen Hingucker überzeugen durch ihren fordernden, neugierigen und geselligen Charakter und werden von Allergikern gerne gehalten. Ihre Farbe ist eher gräulich, weiß und cremefarben. Fell besitzen die Spnynx keines, weswegen auch die Pflege nicht wirklich Aufwand bedeutet. Vielleicht wirkt eine Katze ohne Haar zunächst abschreckend, trotzdem sind diese Katzen absolut zum Liebhaben und lieben es, im Mittelpunkt zu stehen.

Die Türkisch Angora

Die häufig mehrfarbigen Katzen haben ein langes und seidiges Fell, welches sie aber nicht regelmäßig in der Wohnung verteilen. Somit können auch Allergiker Katzen mit einem schönen langen Fell halten, ohne gleich darauf zu reagieren. Ein wenig mehr Pflege benötigt sie hingegen schon. Ihr verspielter und aktiver Charakter wird überall sehr geliebt.

Die Türkisch Van

Auch das Fell der schönen Türkisch Van ist lang und weich, der Charakter ist sportlich, intelligent und anhänglich. Fell verliert die Türkisch Van nur wenig, auch wenn es sich um eine große Katze mit langem Fell handelt. Trotzdem fällt die Van durch ihre Vorliebe zu Wasser auf, was bedeutet, dass man die Wohnung gut sichern sollte. Vor allem was Toiletten oder Blumenvasen angeht. Gebadete Katzen wirken kaum auslösend für einen Allergieschub.

Katzen die wenig Haare verlieren kaufen

Wer sich für eine der eben erwähnten Rassen interessiert und darüber nachdenkt, sich eine dieser Katzen anzuschaffen, der sollte nicht vorschnell reagieren. Es macht Sinn vor dem Kauf zu testen, ob wirklich keine allergischen Reaktionen auftreten. So kann man beispielsweise häufiger beim Züchter vorbeischauen und für einige Zeit bleiben. Auch kann man versuchen, die “verseuchte” Kleidung für einige Zeit auf dem Stuhl neben dem Bett liegen zu lassen, um zu sehen, ob denn etwas passiert. Wichtig ist, das Tier möglichst nicht nach nur wenigen Wochen wieder zurückbringen zu müssen. Und noch viel wichtiger ist, sich aufgrund von Tierliebe dann mit einer Allergie zu quälen.


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