Was dürfen Katzen nicht fressen?

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Katze will Futter was für Menschen ist, vom Tisch essen.
ToskanaINC / Shutterstock.com

Katzen und ihr Fressverhalten – eine Angelegenheit für sich. Die richtige Ernährung ist für Katzen ebenso wichtig wie für den Menschen auch. Zwar ist es im Wesentlichen einfacher, die Dose Katzenfutter aus dem Supermarkt zu kaufen als vergleichsweise die ausgewogene Ernährung für uns Menschen. Wir können nicht auf ein Produkt zurückgreifen, das in den Napf gegeben wird und damit ist das Essen angerichtet. In diesem Sinne sind uns die Katzen weit voraus. Auch wenn im Katzenfutter im Großen und Ganzen alles enthalten ist, was Katzen an Nährstoffen brauchen, sitzen sie oft neugierig mit uns am Esstisch. Da kann es schon mal passieren, dass man den großen Katzenaugen nachgibt und mit ihnen das Essen vom Tisch teilt oder sie sich das selbst nehmen. Aber was dürfen Katzen nicht fressen und kann man ohne Bedenken die Vierbeiner von unserem Essen probieren lassen? Oder gibt es einige Lebensmittel, die für Katzen nicht bekömmlich sind oder sogar gefährlich sein können?

Die Frage lässt sich mit einer einfachen Gegenfrage größtenteils beantworten. Wäre Katzenfutter aus der Dose oder deren Jagdbeute geeignet für den Menschen oder sind dort ebenfalls einige Stoffe beinhaltet, welche dem Menschen nicht gut bekommen. Man muss jetzt nicht unbedingt probieren, ob Mäuse oder Vögel wirklich schmecken oder uns zum Leben reichen. Auch der Fakt, dass Katzen einen völlig anderen Verdauungstrakt wie wir haben, gibt Auskunft darüber, dass Katzen nur manche Lebensmittel vertragen und vieles, was bei uns auf den Tisch kommt ist, eben nicht. Damit in Zukunft wirklich Klarheit darüber herrscht, was Katzen fressen können und was überhaupt nicht artgerecht ist, sind wir nachfolgenden Fragen auf den Grund gegangen.

Was dürfen Katzen nicht fressen und warum?

Diese Lebensmittel schaden der Katze

Natürlich passiert es ab und zu, dass Katzen etwas vom Esstisch klauen, ohne dass man etwas dagegen unternehmen kann. Wie so oft gilt dabei die Regel, die Menge macht das Gift. Trotzdem sollte man darauf achten, dass das nicht regelmäßig und nicht in zu großen Mengen passiert. Was ebenfalls nicht passieren sollte ist, dass der Fressnapf von Hunden und Katzen geteilt wird. Für Hund und Katze ist das gleichermaßen nicht gesund. Der Hund würde rasant zunehmen und die Katze schnell Mangelerscheinungen aufzeigen. Es hat eben einen Grund, warum Katzenfutter nur für Katzen geeignet ist und andersherum ebenso. Weitere Lebensmittel und Zusatzstoffe, welche nicht für Katzen geeignet sind, sind:

  • Lebensmittel, die stark gesalzen oder allgemein stark gewürzt sind, sorgen bei Katzen für starke Magenbeschwerden und zu viel Salz kann sogar für ein Versagen der Nieren verantwortlich sein. Auch geräucherte Lebensmittel gehören dazu und sollten so gut es nur geht vor Katzen versteckt werden und am Esstisch zugedeckt sein.
  • Zucker und Kohlenhydrate. Katzen sind immer noch Jäger und benötigen viele Proteine. Zucker und Kohlenhydrate sind für ihren Verdauungstrakt nicht bekömmlich und sorgen für Durchfall und allgemeine Bauchschmerzen.
  • Getreide, wie Weizen, Roggen oder Dinkel, ist für Katzen und ihren Verdauungstrakt ebenfalls schädlich und führt zu Magenschmerzen, Erbrechen und Durchfall bei Katzen. Zucker, wie im vorherigen Punkt genannt, sorgt für starke Schmerzen und Verdauungsprobleme, ist aber beinahe in jedem fertigen Lebensmittel von uns Menschen enthalten. Auch bei preisgünstigen Katzenfutter kann Zucker als auch Weizen enthalten sein, also darauf immer ein Auge haben.
  • Süßigkeiten und Schokolade machen es nicht besser. Das in Kakao enthaltene Purinalkaloid Theobromin ist für Hunde und Katzen tödliches Gift und sollte in keinem Fall zugänglich sein.
  • Thunfisch ist keine Delikatesse für Katzen. Auch wenn das typische Bild einer Katze, eine mit einem Fisch im Mund ist, sollte Thunfisch außer Reichweite gebracht werden. Zum einen kann dieser mit Gewürzen, für unseren Geschmack, verfeinert sein, aber vor allem mit Quecksilber belastet sein. Damit besteht ebenfalls die Gefahr einer Vergiftung.
  • Obst ist für Katzen nicht gesund. Zum einen liegt es am Zuckergehalt von süßen Früchten und zum anderen sind es die enthaltenen Toxine, welche für Magenbeschwerden und Durchfall sorgen und in manchen Fällen sogar zum Tod führen können.
  • Lauch- und Zwiebelgewächse sind eine große Gefahr. Auch wenn uns Zwiebeln, Knoblauch oder Schnittlauch gut schmecken, sorgen die Schwefelverbindungen in den Gewächsen für Vergiftungen, Blutarmut, Herzfrequenzstörungen und damit auch zu einer akuten Lebensgefahr.
  • Milchprodukte gehören ebenfalls zum typischen Bild einer Katze, sind aber, wie für uns Menschen auch, nicht wirklich bekömmlich. Der Milchzucker, auch Lactose genannt, ist für Katzen nicht verdaulich und sorgt für Magenschmerzen, Erbrechen und Durchfall.

Auf was muss geachtet werden?

Katze isst vom Napf
Alena Lebedzeva / Shutterstock.com

Gesunde Ernährung liegt nicht nur für uns Menschen im Trend, sondern auch bei Tierbesitzern. Barfen für Katzen ist angesagt, allerdings ist das wirklich nur zu empfehlen, wenn man die Zeit und das nötige Wissen hat. Barfen orientiert sich an der Ernährung wie in freier Wildbahn der Tiere. Allerdings gibt es dazu eben ein paar wichtige Punkte und Dinge zu erwähnen.

Was dürfen Katzen nicht fressen, wenn es ums Barfen geht? Nachdem rohes Fleisch und Fisch der Katze verabreicht wird, kommen gewisse Risiken auf. In manchen Fleischsorten ist der Fettgehalt sehr hoch. Bei Fisch, aber auch bei manchen Fleischsorten, können einige giftige Stoffe enthalten sein, welche der Katze schaden könnten. Die Leber anderer Tiere beispielsweise enthält viel Vitamin A, welches bei Katzen zu Knochenschwund als auch Vergiftungen führen kann.

Andere Gefahrenstellen im Haus

Es gibt aber einige Risiken für Katzen, welche sich vielleicht nicht auf unserem Esstisch wiederfinden, welche für Katzen trotzdem nicht gut sind. Alkohol, Nikotin sowie andere Substanzen sind selbstverständlich schädlich für den Organismus. Natürlich verabreicht man als verantwortungsvoller Katzenbesitzer keine Drogen. Falls aber mal ein Bier oder ein Glas Rotwein auf dem Tisch steht oder umfällt, sollte die Katze nicht, neugierig, wie sie nunmal sind, davon probieren können. Auch Zigarettenrauch birgt für Katzen dieselben Risiken wie für uns Menschen, allerdings sind ihre Lungen um einiges kleiner und damit für anfälliger für Giftstoffe in der Luft.

Pflanzen und Öle

Was Katzen essen dürfen und was nicht, wie z.B Rohfleisch, Möhren, Eier und so weiter....
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Es gibt aber eine Vielzahl an Zimmer- und Gartenpflanzen, welche für Katzen nicht besonders bekömmlich sind. Man kennt das Katzengras, welches Katzen abnagen, um ihren Magen zu leeren. Zwar wissen Katzen in den meistens Fällen selbst sehr gut, was sie ohne Bedenken essen können, dennoch ist es gut zu wissen, dass es einige Dekorationspflanzen im Haus und Garten gibt, welche für Katzen giftige Stoffe enthalten. Wer feststellt, dass der Vierbeiner gerne an Pflanzen im Haus herum kaut, der sollte ein paar Büschel Katzengras zur Alternative anbieten.

Auch in Haushalten mit Katzen und Pflanzen zu finden ist Teebaumöl, um Katzen vor Blumentöpfen fernzuhalten und sie davon abzuhalten, dass sie dort ihr Geschäft verrichten. Das man den direkten Kontakt mit dem Öl oder sogar dessen Aufnahme für die Katzen vermeiden sollte, ist damit mehr als selbstverständlich.

Was Katzen weiterhin nicht fressen dürfen sind ganz klar Insekten- und Pflanzenschutzmittel. Trotzdem kann es leicht vorkommen, dass im eigenen, oder im Garten vom Nachbarn Schneckenkorn verteilt wird, um das Gemüsebeet vor Schneckenbefall zu schützen. Das Problem dabei ist, dass das Mittel Schneckenkorn den Katzen sogar gut schmeckt aber bei hoher Dosis sogar zum Tod führen kann.

Übersicht schädlicher Lebensmittel

Um einen kurzen Überblick zu bekommen und die Frage, was dürfen Katzen nicht fressen, klar zu machen, gibt die untere Tabelle Aufschluss:

No GoFolgen und Schäden
Gesalzene oder stark gewürzte SpeisenMagen- Darmprobleme, Erbrechen
Geräucherte LebensmittelDehydrierung, Magenschmerzen
Konservierte LebensmittelVergiftungsgefahr
Rohes SchweinefleischInfektionsgefahr
Rohes GeflügelVergiftungsgefahr und Erstickungsgefahr
Roher FischVergiftungsgefahr vor Salmonellen
Knochen von Tieren, die leicht SplitternErstickungsgefahr
ZwiebelgewächseVergiftungsgefahr
FrüchteUnverdaulich – Darmprobleme
SüßigkeitenVergiftungsgefahr und Zuckerschock
HundefutterMangelerscheinungen
Kaffee und TeeHerzrasen aufgrund von Koffein
MilchprodukteMagen- Darmprobleme, Erbrechen
Avocados und HülsenfrüchteEnthalten Persin, das toxisch wirkt
LeberVitamin A führt zu ungesunden Knochen
Alkohol und NikotinSchäden der Nieren, Leber und Lunge

Die Frage, was dürfen Katzen nicht fressen, sollte damit geklärt sein. Man muss sich keine Sorgen machen, wenn die Katze einmal ein winziges Stück salzigen Fisch vom Esstisch klaut, trotzdem ist es besser für alle Beteiligten, wenn man die genannten Lebensmittel am Tisch abgedeckt oder für die Katze unzugänglich macht. Am einfachsten ist es, der Katze schon im jungen Alter zu lernen, nicht auf den Esstisch zu springen oder sich davon etwas zu nehmen.

Falls es einmal passieren sollte, dass die Katze eine große Menge solch schädlicher Lebensmittel zu sich nimmt, ist ein Besuch beim Tierarzt unausweichlich. Innere Schäden und Schmerzen bei Katzen sind schwer festzustellen und deren Folgen können schwerwiegend und sogar tödlich sein. Aber um die Sorgen zu nehmen, im Normalfall weiß eine Katze ganz genau, was sie ohne Bedenken fressen kann und was nicht.

Weiterführende Informationen:


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