Diät Katzenfutter – Hilfe, meine Katze ist zu dick!

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Katzenfutter wie : Trockenfutter, Obst, Nassfutter liegen auf dem Tisch
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Wer sein Tier liebt, der füttert es täglich mit gesunder und ausgewogener Nahrung. Bei einigen jedoch geht die Tierliebe ein bisschen zu weit, zumindest was das Futter und die vielen Leckerlies zwischendurch angehen. Möglich ist es natürlich auch, dass das Tier aufgrund seiner Rasse und der allgemeinen Beschaffenheit einfach zu viel auf den Rippen trägt. So niedlich die flauschigen Dickerchen aber auch sind, wirklich gesund ist dieser Zustand nicht. Die Gründe für übergewichtige Katzen und Kater sind auf zwei Wesentliche beschränkt. Entweder das Tier bekommt zu viel und zu häufig das falsche Futter. Oder aber die Katze ist faul und hat einfach zu wenig Bewegung.

Dicke Katzen – wer ist betroffen?

Es gibt natürlich Katzenrassen, die generell dazu neigen, dicker als andere zu werden. So denken wir beispielsweise an die typische Deutsche Hauskatze oder die Main Coon. Sie haben einen eher üppigen Körperbau, sind aber aufgrund ihres Wesens ein wenig faul. So kann man das gut mit dem Menschen vergleichen. Wer täglich mehr Kalorien zu sich nimmt, als das er verbraucht, der nimmt zu. Die unverbrauchte Energie wird demnach auch bei Katzen in Form von Fett gespeichert.

Hilfe, meine Katze ist zu dick! Was tun?

Somit können auch sehr schlanke Katzen dick werden, wenn sie zu viel vom falschen Futter abbekommen und die aufgenommene Energie nicht verbrauchen. In diesem Sinne sind vor allem die Wohnungskatzen angesprochen, denn sie neigen extrem zu Übergewicht. Die meisten Wohnungskatzen haben einen verminderten Spieltrieb oder sind einfach nur faul. Hier liegt ist es Aufgabe des Katzenbesitzers, die mangelnde Bewegung auszugleichen. Freigänger gehen hingegen täglich auf die Jagd, einige von ihnen laufen sogar täglich mehrere Kilometer, kommen manchmal sogar erst Tage später nach Hause.

Fakt ist leider auch, dass mittlerweile jede zweite Hauskatze in Deutschland übergewichtig oder sogar fettleibig ist. Ein sehr verbreitetes Problem, welches manchmal auch an den Kastrationen liegt.

Folgen übergewichtiger Katzen.

Leider unternehmen viel zu wenige Katzenbesitzer etwas gegen das Übergewicht ihrer Vierbeiner. Der Bauchspeck der Katzen wächst, während die Bereitschaft zur Bewegung immer weiter sinkt. Viele nehmen das einfach so hin. Die gesundheitlichen Schäden jedoch sind weit schwerwiegender:

  • Gefahr Diabetes Typ 2
  • Atemprobleme und Geräusche beim Atmen
  • Verstopfungen
  • Erkrankungen der Leber
  • Leberverfettung nach Futterverweigerung
  • Gelenkschmerzen

Adipöse Katzen haben eine geringere Lebenserwartung, weshalb man dem Tier zuliebe auf das Gewicht seiner Lieblinge achten sollte.

Ab wann ist eine Katze zu dick?

Katzen mit Idealgewicht sind leicht an den Rippen zu erkennen. Diese sollten mit den Fingern leicht ertastet werden können, sollten aber nicht sichtbar sein. Auch die Taille ist bei Normalgewichtigen zu erkennen. Wer sich nicht sicher ist, der kann den Body-Maß-Index seiner Katze online ermitteln.

Zu viel falsches Katzenfutter

Diätfutter liegt im Fressnapf
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Jammern unsere Vierbeiner weil sie etwas zu Fressen möchten, so geben wir meist viel zu schnell nach. Auch Leckerlies sollen dem Tier eine Freude machen. Hier fällt es vielen schwer, die Mahlzeiten zu reduzieren. Vor allem Wohnungskatzen, deren Sättigungsgefühl irgendwann in den Hintergrund gerät, einfach weil sie oft aus Langeweile nach Futter betteln. Hinzu kommt meist das falsche Katzenfutter, welches einen sehr hohen Anteil an Kohlenhydrate hat. Damit setzt das Tier schnell Fett an. Dies ist vor allem bei Trockenfutter der Fall, im Nassfutter gibt es hingegen einen hohen Feuchtigkeitsanteil und eine geringere Energiedichte.

Weitere Gründe für dicke Katzen:

  • falsches Futter, zu viel Trockenfutter
  • zu wenig Bewegung
  • Kastration und Hormonumstellung
  • Medikamente aufgrund von Krankheiten

Diät Katzenfutter – so nimmt die Katze ab

Inzwischen gibt es ein paar sinnvolle Studien darüber, dass speziell zusammengesetzte Reduktionsdiäten sehr gute Erfolge erzielen. Diätfutter fördert damit nicht nur das Abnehmen, sondern ist auch noch gesund. Auch geht es hier um das nachhaltige Abnehmen und den bekannten Jojo-Effekt, den es zu vermeiden gilt. Ein solches Diätfutter gibt es allerdings nur beim Tierarzt. Beliebte Marken hierfür wären:

  • Royal Canin
  • Hills
  • Specific

Unterschiede Lightfutter und Diätfutter

Vielleicht ist so mancher Katzenbesitzer schon über den Begriff Lightfutter gestolpert. Allerdings sei gleich zu Beginn erwähnt, dass es sich hier nicht um Futter zum Abnehmen handelt, bzw. es sich nicht dafür eignet. Vielmehr geht es hier um Futter, welches vorbeugend gegen Übergewicht eingesetzt wird. Nach einer Kastration kann man damit das Idealgewicht der Katze sehr gut halten.

Diätfutter dagegen ist rechtlich geschützt und dient einem besonderen Ernährungszweck. Das bedeutet, dass dieses Futter entsprechende Qualitäten besitzen muss und Kriterien erfüllt, welche nach EU-Richtlinien vorgegeben sind. So dürfen beispielsweise nur bestimmte Angaben auf die Verpackung und auch entsprechende Indikationen müssen gegeben sein. So muss beispielsweise angegeben werden, wie viel Futter eine Katze mit entsprechendem Gewicht bekommen darf, um effektiv mit diesem Futter abzunehmen.

Gutes Diätfutter für Katzen erkennen

Katze macht Diät und hat auch dementsprechend eingekauft
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Generell muss Diätfutter einen niedrigen Kaloriengehalt aufweisen, der sich deutlich von normalem Futter abhebt. So gibt es Diätfutter, welches mit bis zu 25% weniger Kalorien versehen ist. Dann handelt es sich um eine Reduktionsdiät, bei der die Katze deutlich Kalorien einspart. Das bedeutet also nicht, dass man dem Tier weniger Futter zu fressen gibt. Die Katze bekommt ihre Futterportion wie gewohnt, ist allerdings länger satt und bettelt weniger.

Bei medizinischem Diätfutter ist ebenfalls weniger Energie enthalten, gleichzeitig aber auch mehr Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. So wird verhindert, dass die Katze während dem Abnehmen einen Vitamin- und Mineralstoffmangel erleidet. Diätfutter muss außerdem alle lebenswichtigen Fettsäuren enthalten, welche das Tier benötigt. So sollte man beim Kauf auf den Hinweis: “reich an Omega-3-Fettsäuren” achten. Dies ist vor allem für den Blutzuckerspiegel enorm wichtig.

Des Weiteren muss auch der Proteinanteil entsprechend hoch sein, was eigentlich auch bei normalem Katzenfutter sein sollte. Nur so kann verhindert werden, dass die Katze einen Mangel an essentiellen Aminosäuren hat. Gleichzeitig führt ein erhöhter Anteil von Proteinen zu einem gezielten Fettabbau, ohne die Muskulatur zu beeinträchtigen. So kommt es weniger häufig zu einem Jojo-Effekt und die Katze bleibt auch während der Diät fit.

Gutes Diätfutter ist reich an Ballaststoffen. Diese Bestandteile in der Nahrung sorgen für eine regulierte Verdauung und einen gesunden Darm.

Neueste Erkenntnisse sind im Diätfutter für Katzen “Hills Metabolic Feline” enthalten. Hier wurde längere Zeit zum Thema Nutrigenomik geforscht. Die Wissenschaft hat hier mit Hilfe der Genetik der Tiere, die Ernährung der Katzen angepasst, sodass durch das Futter Krankheiten verhindert werden. Die so genannte Nutrigenom-Technologie enthält aufeinander abgestimmte Inhaltsstoffe, welche die Gewichtsreduktion fördern.

  • Energieverbrauch an die Aktivität der Katze angepasst
  • Muskelmasse bleibt während der Diät erhalten
  • Appetit wird gezügelt und gehemmt
  • Fettverbrennung wird angeregt

FDH-Diät – eine praktische Lösung für dicke Katzen?

Friss die Hälfte” lautet so manche selbsternannte Diätform, die man häufig auch bei Katzen anwendet. Ziemlich radikal und nicht unbedingt gesund. Hier bekommt das Tier einfach nur noch die Hälfte zu fressen, was zu Hunger führt. Darüber hinaus erhält das Tier auch nur noch die Hälfte aller wichtigen Nahrungsbestandteile wie etwa Vitamine, Mineralstoffe oder Fette. Auch verlieren die Katzen bei einer solchen Diät an Muskelmasse, was später unweigerlich zu einem Jojo-Effekt führt. Die Katze hat Hunger, bettelt um Futter und so mancher Katzenbesitzer wird nach wenigen Tagen wieder schwach. Auch Fastentage für Katzen sollten vermieden werden, denn das kann den Stoffwechsel und die Verdauung gehörig durcheinander bringen.

Ja, Diätfutter vom Tierarzt ist etwas teurer als gewohnt. Alternativ könnte man natürlich auch selbst kochen und sich leckere Katzenrezepte aneignen, die der Katze beim Abnehmen und Gewicht verlieren helfen. Diese Diätpläne sind allerdings nicht weniger günstig, meist ziemlich zeitaufwändig und womöglich nicht lange durchhaltbar. Wer sein Tier liebt, der lässt es gezielt und auf gesunde Weise abnehmen, mit dem richtigen Diätfutter kein Problem.

Weiterführende Informationen:


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