Katzengras – spezielle Gräser für die Katze

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Ältere Katze und Kitten essen gemeinsam Katzengras
Irina Kozorog / Shutterstock.com

Die Katzenzunge der Katze ist bekanntlich mit kleinen Widerhaken versehen, sodass das Fell leichter daran hängen bleibt. Gerade bei Wohnungskatzen wird viel Fell verschluckt, welches sich dann zu Knäuel im Magen- und Darmtrakt sammelt. In der Regel wird dieses Knäuel später wieder hervor gewürgt, in einigen anderen Fällen kommt es zu Verstopfungen und anderen Verdauungsproblemen. Damit der Abtransport der verschluckten Haare besser funktioniert, fressen Katzen Gräser und reinigen damit ihren Darm und Magen. So beugen Katzen Bauchschmerzen und Verstopfungen vor.

Was bewirkt Katzengras bei Katzen?

Freigängerkatzen haben den großen Vorteil, dass sie meist immer Zugang zu frischem Gras haben. Natürlich je nach Jahreszeit und Umgebung, in den meisten Fällen findet die Katze aber selbst im Winter einige Stellen. Während dem Streunern frisst die Katze oftmals eine Menge Gras, welches sich dann im Magen um die Haare wickelt. Beim Erbrechen wird das Haar dann leichter ausgeschieden. Da nun natürlich auch Wohnungskatzen einen Fellwechsel haben und nicht minder Haare schlucken, benötigen auch sie Gräser, um der Verdauung auf die Sprünge zu helfen.

Katzengras regt also die Verdauung an und stellt eine optimale Ergänzung zur eigentlichen Fleischnahrung dar. Wer sich also an dieser Stelle über den Begriff gewundert hatte, der hat hiermit die Antwort. Katzen fressen Gras nicht, weil sie ab und an Lust auf einen Salat haben, sondern um ihr Inneres zu reinigen. Im Gras sind außerdem viele wichtige Nährstoffe enthalten. Wohnungskatzen sollten aus diesem Grund immer ein paar Büschel Gras zur Verfügung haben, egal ob Winter oder Sommer.

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Tipp: Wer eine Wohnungskatze hat, welche ständig mit Verstopfungen oder gar chronischen Verdauungsbeschwerden zu tun hat, der kann vielleicht in frischem Gras für Katzen eine dauerhafte Lösung finden. Das Gras enthält viele Ballaststoffe und bringt auch verstopfte Passagen im Darm wieder in Gang.

Katzengras fertig kaufen oder pflanzen?

Zwei Katzen essen Katzengras
FXQuadro / Shutterstock.com

Gras für Katzen pflanzen können all diejenigen ohne Weiteres tun, die in ihrer Wohnung ein bisschen Platz dafür zur Verfügung haben. Andernfalls kann man auch fertiges Gras kaufen und Zuhause einfach aufstellen. Doch Vorsicht: Nicht alle Gräser für Vierbeiner sind geeignet. Wichtig ist, dass gutes Gras mit Folsäure und vielen Nährstoffen angereichert ist, so wie es bei Gras der Fall ist, welches es in kleinen Büscheln fertig zu kaufen gibt. Wer das Gras mit Hilfe von Katzengrassamen selbst ziehen möchte, der braucht dafür kein Profigärtner sein. Mit den richtigen Samen lassen sich die kleinen Gräser bequem auf dem Fensterbrett ziehen und bereits nach einigen Tagen sind die ersten Halme schon vorhanden.

Welche Sorten wähle ich für meine Katze?

Im Handel gibt es verschiedene Katzengrassorten zu kaufen, welche man nach wenigen Tagen selbst heranzüchten kann. Wichtig bei allen Sorten ist es, immer frisch aussehende Gräser zu wählen, denn nur diese werden von der Katze akzeptiert. Alternativ könnte es sonst passieren, dass sich die Katze an den Zimmerpflanzen zu schaffen macht. Egal ob giftig oder nicht, denn das kann eine Katze kaum unterscheiden. Nicht jedes Gras ist gut für die Katze, auch wenn es mit dem Begriff Katzengras gekennzeichnet ist. So ist beispielsweise Zyperngras oder Grünlilien als Gras für Katzen zu kaufen, allerdings sind diese Pflanzen scharfkantig und das Tier kann sich daran verletzen. Grünlilien haben die Eigenschaft, Gifte aus der Luft aufzunehmen und zu behalten. So nimmt die Katze die Gifte aus der Luft über die Pflanze auf. Wer auf Nummer Sicher gehen will, der züchtet einfach selbst.

Katzengras Pflanzen selber züchten

Katzengras in nur 7 Tagen

Die Katzengras Pflege ist eigentlich gar nicht so kompliziert, wie es bei manchen Pflanzen der Fall ist. Immerhin handelt es sich ja auch nur um Gras. Für Katzen sind diese Gräser aber eine Wohltat und sehr gerne Willkommen. Wichtig ist aber, dass es wirklich echtes Gras speziell für Tiere, bzw. Katzen ist. Auf den Verpackungen sind meist auch die Zutaten aufgelistet, auf die unbedingt ein Blick zu werfen ist. Vor allem die jungen Halme sind es, die von Katzen gut vertragen werden. Fertig gewachsenes Gras ist hingegen oft nicht so beliebt.

Wer Gras selbst züchtet, der wirft die Samen in eine kleine Schale oder einen Topf und verwendet unbehandelte Gartenerde. Wichtig ist stets, dass die Erde feucht gehalten wird. Nur dann sprießen die Samen auch schneller. Auch ist die Zucht nicht direkt in die Sonne zu stellen, denn das kann das Wachstum hemmen. Der perfekte Ort ist hell, warm und feucht.

Das benötigt man für eine Katzengraszucht:

  • Katzengras Samen
  • eine Schale
  • Wasser
  • einen hellen, lichtdurchfluteten Ort
  • unbehandelte Erde

Ab welchem Alter kann ich das Gras verwenden?

Katzen wissen in der Regel, wenn sie bereits sind für frisches Gras. Darüber hinaus sollte man aber den ganz jungen Katzen noch kein Gras anbieten. Erst dann, wenn die Ernährung ausschließlich aus fester Nahrung besteht. Was das Gras selbst betrifft, so sollte das Gras einige Zentimeter hoch gewachsen sein, ehe man es verwendet. Je jünger allerdings die Halme, umso beliebter sind sie bei den Katzen. Wird bemerkt, dass die Katze gar nicht so viel davon frisst, so sollte man das Katzengras schneiden und zurechtstutzen. Spezielles Katzengras für Kitten gibt es eigentlich nicht, umso wichtiger ist es bei diesen aber, auf das richtige Gras zu achten.

Wie viel darf eine Katze fressen?

Katze sitzt neben Katzengras
Veera / Shutterstock.com

Katzen fressen normalerweise nur wenig Gras, wenn sie sich nicht gerade im Fellwechsel befinden. Während der Fellumstellung fressen die Tier mehr Gräser, um die Fellknäuel besser ausscheiden zu können. Eine Katze kann sich also nicht mit Gras überfressen und sie tut das auch nicht. Der Grund dafür ist, dass Katzen das Katzengras nicht fressen weil es ihnen schmeckt, sondern weil sie es für ihre Verdauung benötigen. Die enthaltenen Ballast- und Bitterstoffe sorgen für einen reibungslosen Abtransport der Katzenhaare. Ist dies geschehen, so bevorzugen die Katzen wieder vermehrt die Fleischnahrung.

Katzengras ist nicht für vegetarische Katzen

Denn die gibt es nämlich gar nicht. Auch sollte man nun nicht damit anfangen, der Katze Salate zuzubereiten oder andere vegetarische Gerichte. Das Gras für Katzen dient einer speziellen Funktion, die der Katze selbst sehr wohl bewusst ist.


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